Welche Fische sind für ein Nano-Aquarium geeignet?

Die meisten Fische haben von Natur aus einen hohen Bewegungsdrang, da sie in der freien Wildbahn auf der Nahrungssuche größere Strecken zurücklegen. Aus diesem Grund sind die meisten Aquarienfische nicht für die Haltung in Becken mit weniger als 54 l Inhalt (60 cm Kantenlänge) geeignet, weshalb auch das Gesetz dieses als Mindestgröße vorschreibt. Dennoch lassen sich einige wenige Arten auch auf weniger Raum, mindestens aber auf 30 Litern pflegen.

Als Faustregel gilt: In einem 30-Liter-Becken sollten nicht mehr als insgesamt 15 cm Fisch gepflegt werden, wobei für die Haltung in so kleinen Aquarien nur sehr friedfertige Arten in Frage kommen. Einzige Ausnahme ist der Siamesische Kampffisch (Betta splendens) – dieser legt ein aggressives Verhalten an den Tag und ist sehr territorial und kann deshalb in Einzelhaltung auch in einem Nano-Aquarium gepflegt werden.

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Für die Gruppenhaltung im Nano-Aquarium eignen sich vor allem Fische der Gattung Boraras, kleinbleibende, friedliche Bärblinge mit einem sehr lebhaften Verhalten. Besonderer Beliebtheit erfreut sich hier der Moskitobärbling (Boraras Brigittae) mit seiner leuchtend roten Färbung. Wer es noch etwas farbenfroher mag, aber nicht auf das lebendige Verhalten verzichten möchte, könnte Gefallen an den Endlers Guppys finden – hier sollte allerdings deren hohe Fortpflanzungsrate beachtet werden, die eine ständige Kontrolle der Fischanzahl notwendig macht. Auch einige kleine Salmler wie etwa der Funkensalmler sowie die Goldringelgrundel können im Nano gehalten werden. Eine besondere Farbenpracht besitzen die Killifische, die in der Natur teilweise in Wasserpfützen leben und daher für die Haltung im Nano-Aquarium wie geschaffen sind – sie stellen jedoch hohe Ansprüche an ihre Umgebung und sind daher kaum anfängertauglich.

Wer Welse mag, kann außerdem den Ohrgitter-Harnischwels (der sich einen Ruf als hervorragender Algenfresser gemacht hat) im Nano halten, wird ihn aber irgendwann aus Algenmangel mit pflanzlicher Nahrung zu füttern müssen. Dies ist natürlich nur eine Auswahl von möglichen Arten, die einen ersten Überblick über die Möglichkeiten der Fischhaltung im Kleinaquarium bieten soll. Ein guter Aquarienhandel wird noch weitere Arten empfehlen und beschaffen können.

Hinweis: Hier ist zu erwähnen, dass es nach dem österreichischen Tierschutzgesetz verboten ist Fische in Becken kleiner oder gleich 60l zu halten.