Welche Tiere sind für ein Nano-Aquarium geeignet?

Für die meisten Aquarianer ist der Besatz, also die Tiere im Aquarium, das zentrale Element seines Hobbies. Für die Haltung im Nano-Aquarium ist allerdings nur ein Bruchteil der vielen hundert Arten geeignet, die im Handel erhältlich sind. Die meisten der im Handel angebotenen Arten werden zu groß und haben einen zu großen Bewegungsdrang, als dass der in einem Nano gebotene Schwimmraum für eine artgerechte Haltung ausreichen würde. In besonderem Umfang gilt dies für Fische, von denen nur sehr wenige Arten für das Aquarium geeignet sind. Diese Arten sind allesamt von Natur aus an kleinste Reviere angepasst und fühlen sich daher auch mit wenig Schwimmraum wohl oder gar wohler als in großen Becken.

Eine weitere Möglichkeit für den Besatz des Nanos sind Garnelen, die auch mit Abstand am häufigsten eingesetzt werden. Insbesondere die vielen verschiedenen Züchtungen von Zwerggarnelen eignen sich hervorragend für Kleinstaquarien – in der Tat sind sie sogar zu einem entscheidenden Teil für die zunehmende Verbreitung des Nano-Aquariums verantwortlich.

Zuletzt lassen sich auch sehr viele Arten von Schnecken im Aquarium halten. Schnecken haben von Natur aus einen geringen Platzbedarf und sind für viele Menschen sehr interessant und exotisch zu beobachten. Durch Züchtungen gibt es insbesondere die Apfelschnecke auch in einer Vielzahl verschiedener Farbvarianten.

Wichtig bei der Tierhaltung im Nano-Aquarium ist – mehr noch, als bei allen anderen Becken – auf keinen Fall zu viele Tiere in dasselbe Becken einzusetzen. Das wenige Wasser im Nano kann aufgrund von deren Ausscheidungsprodukten schnell kippen und zu regelrechten Massensterben führen. Um Stress unter den Tieren zu vermeiden, sollten außerdem möglichst wenige Arten, am besten nur eine oder maximal zwei, eingebracht werden. Die Tiere mit ihren verschiedenen Verhaltensweisen können sich sonst nicht aus dem Weg gehen.