Wie richte ich ein Nano-Aquarium ein?

In ihren Grundzügen unterscheidet sich die Einrichtung eines normalen Süßwasser-Nano-Aquariums nicht von der eines normalen Beckens. Durch das geringere Volumen des Nanos ist allerdings eine wesentlich genauere Planung der Aquarieneinrichtung notwendig. Der Vorteil des Nano-Aquariums, alle Vorzüge eines gewöhnliche Aquariums auf kleinem Raum zu bieten, wird hier schnell zur Herausforderung – denn all die Einrichtungsgegenstände, die in einem großen Becken zur Grundausstattung gehören, sollten auch in das Nano-Aquarium hinein, dies aber ohne dabei zu viel Schwimm- und Lebensraum für die späteren Bewohner zu kosten. Wie also lässt sich ein Nano-Aquarium am besten einrichten?

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Zur Grundausstattung des Nano-Aquariums gehören

  • Filter
  • Abdeckung
  • Heizung
  • Bodengrund
  • Nährboden
  • Bepflanzung
  • Dekoration (Steine, Wurzeln, Höhlen)

Zuerst wird, sofern gewünscht, der Nährboden als unterste Schicht ins Becken eingebracht. Ein solcher Nährboden verbessert die Startbedingungen für die Aquarienpflanzen, kann allerdings wegen seiner feinen Konsistenz bei späteren Umzügen oder Arbeiten am Aquarienboden das Wasser trüben. Über den Nährboden kommt eine etwa 3 cm dicke Schicht von Aquarienkies oder Garnelensand – um den Raum optisch zu vergrößern empfiehlt es sich dabei, den Kiesboden nach hinten leicht ansteigen zu lassen. Der Raum wird so optisch leicht gekippt und ermöglicht eine bessere Sicht ins Aquarium. Anschließend wird die Dekoration in das Becken eingebracht.

Im nächsten Schritt wird das auf etwa 20°C temperierte und mit Wasseraufbereiter behandelte Wasser vorsichtig in das Aquarium geleitet, bis dieses zu etwa zwei Dritteln gefüllt ist. Am besten lässt sich dies bewerkstelligen, indem das Wasser über einen umgedrehten Teller, einen Blumentopf oder etwas ähnliches geleitet wird – Aufschwemmungen des Bodens und Wassertrübungen lassen sich so gut vermeiden. Nun kann das Aquarium – idealerweise 80 Prozent der Bodenfläche – bepflanzt und die Elektronik eingefügt und angeschlossen werden.

Nach dem Einfüllen des restlichen Wassersgilt es nun zu warten, bis sich die Wasserwerte des Aquariums einpendeln. Durch den natürlichen Stickstoffkreislauf entstehen temporär Giftstoffe (Nitrit) im Aquarium, die sich durch die Entwicklung natürlicher Bakterienkulturen von selbst auflösen. Dieser Prozess wird als „Einfahren” bezeichnet und kann mehrere Wochen dauern. Erst nach seiner Beendung können Lebewesen ins Aquarium eingebracht werden.